Kunst und Naturwissenschaft werden oft als Gegensätze angesehen, aber unser Weg zur Kunst führt über die Biologie. Für uns liegt darin kein Widerspruch, denn beide versuchen, die Welt zu erkennen, auch wenn die Wege dazu unterschiedlich sind. Naturwissenschaftliche Erkenntnis ist für uns daher auch eine Form von Ästhetik. Sie ist ein Blick in die Details des Lebens, und sie entzaubert es nicht, sondern läßt es erst in seiner ganzen Fülle erkennen. In unseren Bildern versuchen wir, diese Ästhetik des Erkennens visuell umzusetzen. So waren unsere Bilder zu Beginn reine Fotografien, die Wirkung entstand aus der Auswahl der Motive und der verfremdenden Wirkung der Vergrößerung und der optischen Trennung vom Hintergrund. Durch die Möglichkeiten der digitalen Bearbeitung sind neue Aspekte hinzugekommen. Zum einen erlaubt sie das Herauslösen, Arrangieren und Verfremden von Motiven, um ihre Eigenarten hervorzuheben, zum anderen die völlige Neuzusammenstellung des Abgebildeten und die Erschaffung von Scheinwirklichkeiten.